Zivilfahnder der Wiener Polizei haben am Sonntagabend einen mutmaßlichen Drogendealer in Wien-Favoriten auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Der Zugriff erfolgte nach einer gezielten Beobachtung auf offener Straße.
Zugriff in der Sonnleithnergasse
Am 17.05.2026 gegen 19:00 Uhr bestreiften Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) den Bereich rund um die Sonnleithnergasse im 10. Wiener Gemeindebezirk. Dabei fielen den erfahrenen Fahndern zwei Männer auf, deren Verhalten unmissverständlich auf ein illegales Suchtmittelgeschäft hindeutete. Als die Polizisten einschritten, um die beiden Männer zu kontrollieren, reagierte einer von ihnen blitzschnell, aber erfolglos.
Flucht nach vorne missglückt
Der 37-jährige algerische Staatsbürger versuchte im Moment der Anhaltung, eine größere Menge Kokain unauffällig wegzuwerfen, um sich der Beweismittel zu entledigen. Die Beamten bemerkten den Täuschungsversuch jedoch sofort und stellten die Drogen sicher. Bei der anschließenden Durchsuchung des Mannes stießen die Polizisten zudem auf einen namhaften Bargeldbetrag in szenetypischer Stückelung, der mutmaßlich aus vorangegangenen Verkäufen stammte.
Drogen und Falschgeld in Wohnung
Die Ermittlungen der EGS führten die Beamten direkt zur Wohnadresse des Verdächtigen. Bei der gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchung verhärtete sich der Verdacht des gewerbsmäßigen Handels massiv. In den Räumlichkeiten stellten die Einsatzkräfte weiteres Bargeld, erhebliche Mengen an Cannabis und Kokain sowie einen gefälschten Personalausweis sicher.
Rechtliche Konsequenzen für Beteiligte
Für den 37-jährigen Hauptverdächtigen endete der Abend in einer Arrestzelle. Er wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen und in eine Justizanstalt eingeliefert. Sein 42-jähriger Abnehmer, dessen Staatsangehörigkeit bislang nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, bleibt auf freiem Fuß, sieht jedoch einer Anzeige nach dem Suchtmittelgesetz entgegen.
Der rasche und koordinierte Einsatz der EGS zeigt erneut, wie effektiv die gezielte Straßenkriminalitätsbekämpfung in den Wiener Hotspots greift. Durch die anschließende Hausdurchsuchung konnte nicht nur ein Straßenverkauf unterbunden, sondern auch ein illegales Depot mitsamt gefälschten Dokumenten ausgehoben werden.
Quelle „LPD Wien“
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